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Stand: 05.2004 Ratgeber Bewerbung |
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AnschreibenDas Anschreiben hinterlässt einen ersten persönlichen Eindruck des Bewerbers. Daher sollte sich hieraus schon Ihre Persönlichkeit zeigen. Verwenden Sie eine klar lesbare, moderne Schrift wie zum Beispiel "Arial" (PC) oder "Helvetica" (Mac). Die Schriftgröße sollten Sie auf 10 pt setzen. Vermeiden Sie unbedingt Textbausteine aus allgemein zugänglichen Quellen wie dem Internet oder Büchern. Sollten Sie sich in einem solchen Standardtext wieder finden, formulieren Sie ihn unbedingt um! Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalchefs: er steht unter Zeitdruck und trifft in oftmals mehr als 200 Bewerbungen pro freier Stelle auf immer wieder die gleichen Formulierungen. Dies führt möglicherweise dazu, dass Ihre Bewerbung ungelesen bleibt. Ihre Bewerbung soll das Interesse desjenigen wecken, der mit der Einstellung der neuen Mitarbeiterin oder des neuen Mitarbeiters betraut ist! AbsenderHier steht Ihr vollständiger Name, Ihre Anschrift und die privaten Telefonnummern, unter denen Sie erreichbar sind. Achten Sie gerade bei Straßennamen auf deren korrekte Schreibweise, wie zum Beispiel "Bissingerstraße", "Nürnberger Straße" oder "Werner-von-Siemens-Straße". Telefonnummern werden nach aktueller Norm (DIN 5008) so notiert: Vorwahl und Rufnummer werden nur durch ein Leerzeichen getrennt. Auf Bildung von Nummernpaaren wird verzichtet, Klammern und Schrägstriche sind weg gefallen. Lediglich wird bei Telefonanlagen die Durchwahl mit einem Bindestrich gekennzeichnet. Beispiele:
So Sie bereits über eine E-Mail-Adresse verfügen, achten Sie bei der Angabe ganz besonders sorgfältig auf deren Schreibweise. Es sollte sich dabei jedoch unbedingt um eine seriöse Adresse nach dem Schema "vorname.nachname@provider.de" handeln. Eine Adresse wie "hasi@playboy.com" ist für eine erfolgreiche Bewerbung eher hinderlich. Bedenken Sie, dass Ihr Anschreiben in einen Ordner geheftet werden kann und schreiben Sie Ihre eigenen Kontaktdaten an den rechten Rand des Blattes. So wird Ihr Name beim Durchblättern des Ordners mühelos gefunden. Machen Sie es dem Personalchef leicht, sich für Sie zu entscheiden! EmpfängerHier steht die vollständige Anschrift des Empfängers. Verwenden Sie die Anrede "Firma" nur wenn, wie bei kleineren Betrieben, der Name des Inhabers auch der Firmenname ist. Schreiben Sie an Firmen, bei denen es durch einen Zusatz wie "GmbH" oder "Co. KG" hervor geht, dass es sich um ein Unternehmen handelt, lassen Sie die Anrede "Firma" weg. Auch wenn der Firmenname noch so lang ist, schreiben Sie ihn vollständig! Bei großen Unternehmen ist es wahrscheinlich, dass es mehrere Mitarbeiter des gleichen Namens gibt. Schreiben Sie in diesem Fall nach dem Firmennamen in die nächste Zeile "Personalabteilung". Senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen immer an den korrekten Ansprechpartner. Falls erforderlich, rufen Sie in der Zentrale der Firma an, und erkundigen sich nach dem Namen desjenigen, der Einstellungen vornimmt. Lassen Sie sich den Namen buchstabieren! Den lange veralteten Zusatz "Zu Händen" lassen Sie weg! Schreiben Sie nur z.B. "Herrn Mustermann" oder "Frau Mustermann". Nun folgen Straße und Hausnummer. Nach einer Leerzeile notieren Sie Postleitzahl und Ort. Achten Sie penibel auf die korrekte Schreibweise, denken Sie immer daran: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Etwa in dieser Höhe notieren Sie rechtsbündig das Datum, an dem Sie Ihre Bewerbung verfasst haben. BetreffzeileZu allererst: der Zusatz "Betreff" ist veraltet, lassen Sie ihn daher weg! Jeder weiß, dass es sich bei dieser Zeile um den Betreff handelt. Seien Sie konkret, vermeiden Sie Überflüssiges. Zulässig ist die Darstellung des Betreffs in fetter Schrift. Hier notieren Sie stichpunktartig den Inhalt Ihres Schreibens. Das Wort "Bewerbung" ist unbedingt erforderlich! Zur Betreffzeile gehört auch der Bezug. Dies ist die Angabe der Quelle und des Datums zum Beispiel einer Stellenanzeige. Dies schreiben Sie direkt unter den Betreff in normaler Schrift. Auf die Betreffzeile folgen zwei Leerzeilen. AnredeDie gebräuchliche Anrede ist "Sehr geehrte Frau Mustermann," bzw. "Sehr geehrter Herr Mustermann,". Achten Sie auf das Komma am Ende der Zeile und erzeugen Sie eine Leerzeile. Nun folgt der Bewerbungstext selbst, der in verschiedene Abschnitte gegliedert ist: EinleitungHaben Sie im Stellenmarkt eine Ausschreibung entdeckt, gehen Sie In der Einleitung auf diese Stellenausschreibung ein. Beginnen Sie beispielsweise so:
Geht Ihrer Bewerbung bereits ein Telefonat voraus, da Sie sich beispielsweise spontan zu einem Anruf auf eine Stellenanzeigen hin entschlossen haben, beziehen Sie sich auf dieses Gespräch und rufen Sie sich so wieder Ihrem Gesprächspartner in Erinnerung. Auch hier gilt: merken Sie sich den Namen Ihres Ansprechpartners und lassen Sie ihn sich gegebenenfalls buchstabieren!
Haben Sie durch einen Freund oder Bekannten, der in jener Firma arbeitet, von einer freien Stelle erfahren, beziehen Sie sich darauf:
So genannte Initiativbewerbungen, früher Blindbewerbungen genannt, beginnen Sie beispielsweise so:
EigenwerbungIn diesem Teil nehmen Sie bezug auf die zu besetzende Stelle und auf das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben. Machen Sie deutlich, warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben. Zeigen Sie, dass Sie sich schon vorab eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt haben. Hier geht es um echte Überzeugungsarbeit! Wählen Sie konkrete Formulierungen und vermeiden Sie die Verwendung des Konjunktivs. Worte wie "möchte", "könnte", "hätte" etc. lassen Sie unsicher erscheinen. Machen Sie Ihr Vorhaben deutlich und stehen Sie dazu! Verzichten Sie jedoch auf Sätze, die mit "Ich..." beginnen. Bleiben Sie dezent. Sprechen Sie Ihr Gegenüber schon im Anschreiben persönlich an, wenn es sich verwirklichen lässt. Vermeiden Sie negative Formulierungen, denken und schreiben Sie positiv: statt einfach nur "arbeitslos" sind Sie natürlich "aktiv Arbeit suchend"! Streichen Sie das Wort "Problem" aus Ihrem Wortschatz, sehen Sie "Aufgaben" und "Herausforderungen". Finden Sie Lösungen, seien Sie kreativ! Betonen Sie nur die Qualifikationen, die für diese Stelle erheblich sind. Formulieren Sie jede Bewerbung neu und stellen Sie sich auf Ihren künftigen Arbeitsplatz bereits bei der Formulierung des Anschreibens ein! Mögliche Formulierungen für den Bewerbungsteil:
GehaltswunschGehaltswünsche schreiben Sie nur dann in Ihre Bewerbung, wenn Sie durch die Anzeige ausdrücklich dazu aufgefordert wurden, oder Sie ungekündigt sind und sich um die ausgeschriebene Stelle bewerben, weil Sie sich finanziell verbessern wollen. EintrittsdatumAbhängig von Unternehmensphilosophie und Gegebenheiten der Branche wird die Personalplanung unterschiedlich vorgenommen. So Sie in ungekündigter Stellung sind, haben Sie die üblichen Kündigungsfristen zu wahren. Gehen Sie daher stets auf das Ihnen mögliche Eintrittsdatum ein:
EinladungDas Werben für die eigene Person, für die eigene Arbeitskraft ist getan. Nun wollen Sie natürlich auch ein Ergebnis sehen, und das in Form einer Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch, denn das haben Sie sich verdient!
GrußformelVerabschieden Sie sich und sehen Sie dem Vorstellungsgespräch mit Erwartung entgegen!
Die Grußformel "Hochachtungsvoll" ist längst veraltet, wird mitunter noch im so genannten Amtsdeutsch verwendet. Im geschäftlichen Schriftverkehr gilt sie eher als Beleidigung! Nun unterschreiben Sie mit Ihrem vollen Namen, wobei dem Vornamen der Nachname folgt. Der bei normaler Geschäftspost übliche Hinweis auf Anlagen kann wegfallen, da zu einem Anschreiben immer eine Bewerbungsmappe gehört. |
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Diese Informationen sind aufgrund ihrer Fülle sehr allgemein gehalten und sollen Ihnen nur einen Überblick über die Leistungen verschaffen. Eine individuelle Beratung können sie natürlich nicht ersetzen! Bitte wenden Sie sich an unsere Berater in der KONTAKT-STELLE und im AST. |
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